{"id":2834,"date":"2019-10-15T01:05:01","date_gmt":"2019-10-14T23:05:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kfz-expert.de\/?p=2834"},"modified":"2019-10-15T01:05:01","modified_gmt":"2019-10-14T23:05:01","slug":"urteil-des-bgh-vom-06-06-2010-kein-verstoss-gegen-schadensminderungspflicht-bei-veraeusserung-eines-unfallwagens-zum-vom-sachverstaendigen-ermittelten-restwert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kfz-expert.de\/?p=2834","title":{"rendered":"Urteil des BGH vom 06.06.2010 &#8211; Kein Verstoss gegen Schadensminderungspflicht bei Ver\u00e4usserung eines Unfallwagens zum vom Sachverst\u00e4ndigen ermittelten Restwert"},"content":{"rendered":"<div align=\"center\">\n<blockquote><p><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.kfz-expert.de\/bilder\/bgh_re1.jpg\" width=\"81\" height=\"72\" \/><\/p><\/blockquote>\n<\/div>\n<div align=\"center\"><\/div>\n<blockquote>\n<h1 align=\"center\">BUNDESGERICHTSHOF<\/h1>\n<h2 align=\"center\">\nIM NAMEN DES VOLKES<\/h2>\n<h2 align=\"center\">\nURTEIL<\/h2>\n<p align=\"left\">\n<\/blockquote>\n<table border=\"0\" width=\"90%\" align=\"center\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>VI ZR 316\/09<\/td>\n<td>\n<div align=\"right\">Verk\u00fcndet am:<br \/>\n01. Juni 2010<\/p>\n<p>B\u00f6hringer-Mangold,<br \/>\nJustizamtsinspektorin<br \/>\nals Urkundsbeamtin<br \/>\nder Gesch\u00e4ftsstelle<\/p><\/div>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<blockquote>\n<p align=\"center\">\n<span style=\"font-size: xx-small;\">in dem Rechtsstreit<\/span><\/p>\n<\/blockquote>\n<p align=\"justify\">\nNachschlagewerk: ja<br \/>\nBGHZ: nein<br \/>\nBGHR: ja<\/p>\n<p align=\"justify\">BGB \u00a7\u00a7 249 Abs. 2 Satz 1 Gb, 254 Abs. 2 Satz 1 Dc<\/p>\n<div align=\"justify\">\n<blockquote><p>a) Der Gesch\u00e4digte leistet dem Gebot zur Wirtschaftlichkeit im Allgemeinen Gen\u00fcge und bewegt sich in den f\u00fcr die Schadensbehebung durch \u00a7 249 Abs. 2 Satz 1 BGB gezogenen Grenzen, wenn er die Ver\u00e4u\u00dferung seines besch\u00e4digten Kraftfahrzeuges zu demjenigen Preis vornimmt, den ein von ihm eingeschalteter Sachverst\u00e4ndiger in einem Gutachten, das eine korrekte Wertermittlung erkennen l\u00e4sst, als Wert auf dem allgemeinen regionalen Markt ermittelt hat.<\/p>\n<p>b) Um seiner sich aus \u00a7 254 Abs. 2 Satz 1 BGB ergebenden Verpflichtung zur Geringhaltung des Schadens zu gen\u00fcgen, kann der Gesch\u00e4digte im Einzel-fall jedoch gehalten sein, von einer danach grunds\u00e4tzlich zul\u00e4ssigen Verwer-tung des Unfallfahrzeugs Abstand zu nehmen und im Rahmen des Zumutba-ren andere sich ihm darbietende Verwertungsm\u00f6glichkeiten zu ergreifen.<\/p><\/blockquote>\n<p>BGH, Urteil vom 1. Juni 2010 &#8211; VI ZR 316\/09 &#8211; LG Landshut, AG Landshut<\/p>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote>\n<blockquote><\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<\/blockquote>\n<p>Der VI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat auf die m\u00fcndliche Verhandlung vom 1. Juni 2010 durch den Vorsitzenden Richter Galke, den Richter Zoll, die Richterin Diederichsen, den Richter Pauge und die Richterin von Pentz<\/p>\n<p>f\u00fcr Recht erkannt:<\/p>\n<blockquote><p>Die Revision gegen das Urteil der 1. Zivilkammer des Landge-richts Landshut vom 28. Oktober 2009 wird auf Kosten des Kl\u00e4-gers zur\u00fcckgewiesen.<\/p>\n<p align=\"center\">Von Rechts wegen<\/p>\n<p align=\"center\"><strong><u>Tatbestand:<\/u><\/strong><\/p>\n<\/blockquote>\n<p align=\"justify\">Der Kl\u00e4ger nimmt den Beklagten, das Deutsche B\u00fcro &#8222;Gr\u00fcne Karte&#8220;, auf Ersatz restlichen Sachschadens aus einem Verkehrsunfall in Anspruch, bei dem sein PKW besch\u00e4digt wurde. Die volle Haftung des Beklagten steht dem Grunde nach au\u00dfer Streit. Die Parteien streiten nur noch darum, in welcher H\u00f6he sich der Kl\u00e4ger bei der Ermittlung des Wiederbeschaffungsaufwandes den Restwert seines unfallbesch\u00e4digten Kraftfahrzeuges anrechnen lassen muss. Der vom Kl\u00e4ger mit der Schadensermittlung beauftragte Sachverst\u00e4ndige ermittelte f\u00fcr das Fahrzeug Reparaturkosten in H\u00f6he von 4.924,97 \u20ac brutto, einen Wiederbeschaffungswert von 4.200 \u20ac brutto und einen Restwert von 800 \u20ac. Mit Schreiben vom 9. April 2008 unterbreitete der Beklagte dem Kl\u00e4ger neun Restwertangebote, an die die Bieter bis 29. April 2008 gebunden waren und die die kostenlose Abholung des Unfallfahrzeugs gegen Barzahlung (&#8222;auf Wunsch des Gesch\u00e4digten&#8220;) vorsahen. Das h\u00f6chste Gebot belief sich auf 1.730 \u20ac. Der Kl\u00e4ger ver\u00e4u\u00dferte sein Fahrzeug am 10. Mai 2008 f\u00fcr 800 \u20ac an einen von ihm ausgew\u00e4hlten K\u00e4ufer.<\/p>\n<p align=\"justify\">Der Beklagte legte der Schadensregulierung einen Restwert in H\u00f6he von 1.730 \u20ac zugrunde. Mit der Klage begehrt der Kl\u00e4ger, soweit in der Revisionsinstanz noch von Interesse, den Differenzbetrag in H\u00f6he von 930 \u20ac zu dem von ihm erzielten Verkaufserl\u00f6s.<\/p>\n<p align=\"justify\">Beide Vorinstanzen haben die Klage insoweit abgewiesen. Mit der vom Landgericht zugelassenen Revision verfolgt der Kl\u00e4ger sein Klagebegehren weiter.<\/p>\n<blockquote>\n<p align=\"center\"><strong><u>Entscheidungsgr\u00fcnde:<\/u><\/p>\n<p>I.<\/strong><\/p>\n<\/blockquote>\n<p align=\"justify\">Das Berufungsgericht hat ausgef\u00fchrt, dem Kl\u00e4ger stehe kein weitergehender Schadensersatzanspruch zu. Der Kl\u00e4ger habe durch die Nichtannahme des Restwertangebots in H\u00f6he von 1.730 \u20ac und den Verkauf seines Fahrzeugs f\u00fcr 800 \u20ac gegen die ihm obliegende Schadensminderungspflicht versto\u00dfen, weshalb im Rahmen der Schadensberechnung von einem Restwert in H\u00f6he von 1.730 \u20ac auszugehen sei. Entgegen der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, wonach sich der Gesch\u00e4digte grunds\u00e4tzlich nicht auf Angebote aus dem Sondermarkt f\u00fcr Restwertaufk\u00e4ufer verweisen lassen m\u00fcsse und das Fahrzeug zu dem Wert verkaufen k\u00f6nne, den der Sachverst\u00e4ndige als Restwert festgesetzt habe, habe sich der Kl\u00e4ger hier auf das Restwertangebot aus dem Internet verweisen lassen m\u00fcssen. Aus dem Wirtschaftlichkeitspostulat folge, dass der Kl\u00e4ger sein Fahrzeug so verkaufen m\u00fcsse, wie er es f\u00fcr sich selber verkauft h\u00e4tte. Dabei stehe au\u00dfer Zweifel, dass sich der Kl\u00e4ger in diesem Fall f\u00fcr das h\u00f6here Angebot in H\u00f6he von 1.730 \u20ac entschieden h\u00e4tte. Es sei f\u00fcr den Kl\u00e4ger auch nicht unzumutbar, sich auf ein h\u00f6heres Restwertangebot verweisen zu lassen. F\u00fcr ihn h\u00e4tte keinerlei Risiko bestanden, da er nur den Bieter h\u00e4tte anrufen m\u00fcssen und dieser dann das Fahrzeug gegen Barzahlung abgeholt h\u00e4tte. Der Vortrag des Kl\u00e4gers, dass Restwertangebote aus dem Internet unseri\u00f6s seien, sei unsubstantiiert. Dass der Gesch\u00e4digte sich auf ein Restwertangebot verweisen lassen m\u00fcsse, stelle auch weder eine Verletzung des Grundsatzes, dass der Gesch\u00e4digte Herr des Restitutionsgeschehens sei, noch eine Verletzung seiner Dispositionsfreiheit dar.<\/p>\n<blockquote>\n<p align=\"center\"><strong>II.<\/strong><\/p>\n<\/blockquote>\n<p align=\"justify\">Diese Erw\u00e4gungen halten einer revisionsrechtlichen \u00dcberpr\u00fcfung im Ergebnis stand. Das Berufungsgericht hat der Schadensberechnung zu Recht einen Restwert des Unfallfahrzeugs von 1.730 \u20ac brutto zugrunde gelegt.<\/p>\n<blockquote>\n<p align=\"justify\">1. Das Berufungsgericht ist im Ansatz zu Recht davon ausgegangen, dass der Gesch\u00e4digte, wenn er von der Ersetzungsbefugnis des \u00a7 249 Abs. 2 Satz 1 BGB Gebrauch macht und den Schaden wie im Streitfall nicht im Wege der Reparatur, sondern durch Beschaffung eines Ersatzfahrzeugs beheben will, nur Ersatz des Wiederbeschaffungswerts abz\u00fcglich des Restwerts verlangen kann (vgl. Senatsurteile BGHZ 115, 364, 372; 143, 189, 193; 163, 362, 365; vom 21. Januar 1992 &#8211; VI ZR 142\/91 &#8211; VersR 1992, 457; vom 6. April 1993 &#8211; VI ZR 181\/92 &#8211; VersR 1993, 769; vom 7. Dezember 2004 &#8211; VI ZR 119\/04 &#8211; VersR 2005, 381 und vom 7. Juni 2005 &#8211; VI ZR 192\/04 &#8211; VersR 2005, 1257, 1258 f.). Das Berufungsgericht hat auch zutreffend angenommen, dass die Ersatzbeschaffung als Variante der Naturalrestitution unter dem Gebot der Wirtschaftlichkeit steht. Dies bedeutet, dass der Gesch\u00e4digte bei der Schadensbehebung gem\u00e4\u00df \u00a7 249 Abs. 2 Satz 1 BGB im Rahmen des ihm Zumutbaren und unter Ber\u00fccksichtigung seiner individuellen Lage den wirtschaftlichsten Weg zu w\u00e4hlen hat (vgl. Senatsurteile BGHZ 132, 373, 376 f.; 143, 189, 193; vom 21. Januar 1992 &#8211; VI ZR 142\/91 &#8211; aaO; vom 6. April 1993 &#8211; VI ZR 181\/92 &#8211; aaO, S. 769 f. und vom 7. Dezember 2004 &#8211; VI ZR 119\/04 &#8211; aaO, S. 381 f.). Das Wirtschaftlichkeitspostulat gilt auch f\u00fcr die Frage, in welcher H\u00f6he der Restwert des Unfallfahrzeuges bei der Schadensabrechnung ber\u00fccksichtigt werden muss (Senatsurteile BGHZ 143, 189, 193; 163, 362, 365; vom 21. Januar 1992 &#8211; VI ZR 142\/91 &#8211; aaO und vom 6. April 1993 &#8211; VI ZR 181\/92 &#8211; aaO S. 770). Denn auch bei der Verwertung des besch\u00e4digten Fahrzeuges muss sich der Gesch\u00e4digte im Rahmen der wirtschaftlichen Vernunft halten.<\/p>\n<p align=\"justify\">2. Entgegen der Auffassung des Berufungsgerichts leistet der Gesch\u00e4digte dem Gebot zur Wirtschaftlichkeit indessen im Allgemeinen Gen\u00fcge und bewegt sich in den f\u00fcr die Schadensbehebung durch \u00a7 249 Abs. 2 Satz 1 BGB gezogenen Grenzen, wenn er die Ver\u00e4u\u00dferung seines besch\u00e4digten Kraftfahrzeuges zu demjenigen Preis vornimmt, den ein von ihm eingeschalteter Sachverst\u00e4ndiger in einem Gutachten, das eine korrekte Wertermittlung erkennen l\u00e4sst, als Wert auf dem allgemeinen regionalen Markt ermittelt hat (vgl. Senats-urteile BGHZ 143, 189, 193; 163, 362, 366; 171, 287, 290 f.; vom 21. Januar 1992 &#8211; VI ZR 142\/91 &#8211; aaO, S. 458; vom 6. April 1993 &#8211; VI ZR 181\/92 &#8211; aaO; vom 7. Dezember 2004 &#8211; VI ZR 119\/04 &#8211; aaO; vom 12. Juli 2005 &#8211; VI ZR 132\/04 &#8211; VersR 2005, 1448, 1449; vom 10. Juli 2007 &#8211; VI ZR 217\/06 &#8211; VersR 2007, 1243 f. und vom 13. Oktober 2009 &#8211; VI ZR 318\/08 &#8211; VersR 2010, 130, 131). Anders als das Berufungsgericht meint, ist der Gesch\u00e4digte insbesondere grunds\u00e4tzlich nicht verpflichtet, einen Sondermarkt f\u00fcr Restwertaufk\u00e4ufer im Internet in Anspruch zu nehmen. Will der Gesch\u00e4digte das Fahrzeug der ihm vertrauten Vertragswerkstatt oder einem Gebrauchtwagenh\u00e4ndler bei dem Erwerb eines Ersatzwagens in Zahlung geben, so kann der Sch\u00e4diger gegen\u00fcber deren Ankaufsangebot grunds\u00e4tzlich nicht auf ein h\u00f6heres Angebot verweisen, das vom Gesch\u00e4digten nur auf einem Sondermarkt, etwa durch Einschaltung spezialisierter Restwertaufk\u00e4ufer \u00fcber das Internet, zu erzielen w\u00e4re. Andernfalls w\u00fcrde die dem Gesch\u00e4digten nach \u00a7 249 Abs. 2 Satz 1 BGB zustehende Ersetzungsbefugnis unterlaufen und dem Gesch\u00e4digten die vom Sch\u00e4diger gew\u00fcnschte Verwertungsmodalit\u00e4t aufgezwungen (vgl. Senatsurteile BGHZ 163, 362, 367; vom 21. Januar 1992 &#8211; VI ZR 142\/91 &#8211; aaO, S. 457; vom 6. April 1993 &#8211; VI ZR 181\/92 &#8211; aaO S. 770; vom 7. Dezember 2004 &#8211; VI ZR 119\/04 &#8211; aaO und vom 13. Januar 2009 &#8211; VI ZR 205\/08 &#8211; VersR 2009, 413, 414).<\/p>\n<p align=\"justify\">3. Auf die unter Ziffer 2 dargestellten Fragen kommt es im Streitfall indes nicht an. Das Berufungsgericht hat ohne Rechtsfehler angenommen, dass der Kl\u00e4ger durch den Verkauf des Unfallfahrzeugs f\u00fcr 800 \u20ac seine Pflicht zur Geringhaltung des Schadens gem\u00e4\u00df \u00a7 254 Abs. 2 Satz 1 BGB verletzt hat.<\/p>\n<blockquote>\n<p align=\"justify\">a) Nach der gefestigten Rechtsprechung des erkennenden Senats k\u00f6nnen besondere Umst\u00e4nde dem Gesch\u00e4digten Veranlassung geben, g\u00fcnstigere Verwertungsm\u00f6glichkeiten wahrzunehmen, um seiner sich aus \u00a7 254 Abs. 2 Satz 1 BGB ergebenden Verpflichtung zur Geringhaltung des Schadens zu gen\u00fcgen. Unter diesem Blickpunkt kann er gehalten sein, von einer grunds\u00e4tzlich zul\u00e4ssigen Verwertung des Unfallfahrzeugs Abstand zu nehmen und im Rahmen des Zumutbaren andere sich ihm darbietende Verwertungsm\u00f6glichkeiten zu ergreifen (vgl. Senatsurteile BGHZ 143, 189, 194; 163, 362, 367 und vom 6. M\u00e4rz 2007 &#8211; VI ZR 120\/06 &#8211; VersR 2007, 1145, 1146). Derartige Ausnahmen stehen nach allgemeinen Grunds\u00e4tzen zur Beweislast des Sch\u00e4digers (vgl. Se-natsurteile BGHZ 143, 189, 194 und vom 22. November 1977 &#8211; VI ZR 114\/76 &#8211; VersR 1978, 182, 183). Auch m\u00fcssen sie in engen Grenzen gehalten werden und d\u00fcrfen insbesondere nicht dazu f\u00fchren, dass dem Gesch\u00e4digten bei der Schadensbehebung die von dem Sch\u00e4diger bzw. dessen Versicherer gew\u00fcnschten Verwertungsmodalit\u00e4ten aufgezwungen werden (vgl. Senatsurteile BGHZ 143, 189, 194 f.; 163, 362, 367 und vom 6. M\u00e4rz 2007 &#8211; VI ZR 120\/06 &#8211; aaO).<\/p>\n<p>b) Unter Zugrundelegung dieser Ma\u00dfst\u00e4be ist die Beurteilung des Berufungsgerichts, der Kl\u00e4ger habe durch den Verkauf des Unfallfahrzeugs zu dem vom Sachverst\u00e4ndigen gesch\u00e4tzten Wert gegen die ihm obliegende Schadensminderungspflicht versto\u00dfen, revisionsrechtlich nicht zu beanstanden. Nach den von der Revision nicht angegriffenen Feststellungen des Berufungsgerichts hatte der Beklagte dem Kl\u00e4ger vor der Ver\u00e4u\u00dferung des Fahrzeugs eine erheblich g\u00fcnstigere Verwertungsm\u00f6glichkeit unterbreitet, die dieser ohne weiteres h\u00e4tte wahrnehmen k\u00f6nnen und deren Wahrnehmung ihm zumutbar war. Danach hatte der Beklagte dem Kl\u00e4ger mit Schreiben vom 9. April 2008 ein bis 29. April 2008 bindendes Restwertangebot unterbreitet, das eine Abholung des Unfallfahrzeugs gegen Barzahlung von 1.730 \u20ac garantierte und das der Kl\u00e4ger lediglich telefonisch h\u00e4tte annehmen m\u00fcssen. Die Revision zeigt keinen \u00fcbergangenen Sachvortrag auf, der ein anerkennenswertes Interesse des Kl\u00e4gers daran begr\u00fcnden k\u00f6nnte, das Unfallfahrzeug nicht an den von der Beklagten benannten Interessenten, sondern zu einem wesentlich geringeren Preis an den von ihm ausgew\u00e4hlten K\u00e4ufer zu ver\u00e4u\u00dfern.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p align=\"justify\">4. Die Kostenentscheidung beruht auf \u00a7 97 ZPO.<\/p>\n<\/blockquote>\n<\/div>\n<div class=\"FR1\" align=\"center\"><\/div>\n<div class=\"FR1\" align=\"justify\">\n<table border=\"0\" width=\"90%\" align=\"center\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"33%\"><span style=\"color: #808080;\">Galke<\/span><\/td>\n<td width=\"34%\">\n<div align=\"center\"><span style=\"color: #808080;\">Zoll<\/span><\/div>\n<\/td>\n<td width=\"33%\">\n<div align=\"right\"><span style=\"color: #808080;\">Diederichsen<\/span><\/div>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n<div align=\"right\"><span style=\"color: #808080;\">Pauge<\/span><\/div>\n<\/td>\n<td><\/td>\n<td><span style=\"color: #808080;\">von Pentz<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Vorinstanzen:<br \/>\nAG Landshut, Entscheidung vom 29.05.2009 &#8211; 3 C 154\/09 &#8211;<br \/>\nLG Landshut, Entscheidung vom 28.10.2009 &#8211; 13 S 1761\/09 &#8211;<\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\"><i><strong>Quelle: Bundesgerichtshof<\/strong><\/i><\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BUNDESGERICHTSHOF IM NAMEN DES VOLKES URTEIL VI ZR 316\/09 Verk\u00fcndet am: 01. Juni 2010 B\u00f6hringer-Mangold, Justizamtsinspektorin als Urkundsbeamtin der Gesch\u00e4ftsstelle in dem Rechtsstreit Nachschlagewerk: ja BGHZ: nein BGHR: ja BGB \u00a7\u00a7 249 Abs. 2 Satz 1 Gb, 254 Abs. 2 Satz 1 Dc a) Der Gesch\u00e4digte leistet dem Gebot zur Wirtschaftlichkeit im Allgemeinen Gen\u00fcge und [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":2160,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[26],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.kfz-expert.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2834"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.kfz-expert.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.kfz-expert.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kfz-expert.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kfz-expert.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2834"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.kfz-expert.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2834\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2835,"href":"https:\/\/www.kfz-expert.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2834\/revisions\/2835"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kfz-expert.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/2160"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.kfz-expert.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2834"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kfz-expert.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2834"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kfz-expert.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2834"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}