Dipl.-Ing. Günther Diefenthal. VDI

von der IHK zu Aachen öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Kraftfahrzeugschäden und -bewertung

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Urteil des OLG Brandenburg vom 13.06.2007 - Abgrenzung von Sachmangel und Verschleiss beim Kauf eines Gebrauchtwagens

Beim Kauf eines Gebrauchtwagens kann die Mitteilung der Gesamtfahrleistung die Zusage über den Zustand von Verschleissteilen darstellen, wobei zusätzlich das Alter, die Kilometerlaufleistung und die Erwartungen des Käufers zu beachten sind.

Aus den Gründen:

...Nach Massgabe der objektiven Merkmale des § 434 I S.2 Nr.2 BGB gilt der Grundsatz, dass normaler Verschleiss und normale Gebrauchsspuren bei einem gebrauchten Kfz in der Regel keinen Sachmangel darstellen.

Aussergewöhnliche Verschleisserscheinungen dagegen weichen vom üblichen Zustand ab und liegen zudem ausserhalb der berechtigten Erwartungen eines Durchschnittskäufers.

Hierbei ist zu berücksichtigen, dass das Alter und die Laufleistung des Fahrzeugs die berechtigten Erwartungen des Käufers wesentlich prägen. Hiermit im Zusammenhang stehen auch die für den Käufer erkennbaren Umstände, wie Pflegezustand des Fahrzeugs, die Anzahl der Vorbesitzer und die Art der Vorbenutzung...

Quelle: Urteil des OLG Brandenburg vom 13.06.2007, Az.: 13 U 162/06

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